Kategorie: Mac

Alle Themen rund um den Apple Mac und das Apple Betriebssystem macOS.

  • Kudu: Umfassende Systempflege auf mehreren Plattformen

    Weil ich neulich über PureMac berichtet habe, nehme ich auch die Veröffentlichung der Software Kudu zum Anlass, kurz darüber zu berichten. System-Maintenance-Apps schießen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Kudu ist auch Vertreter davon, stellt sich aber breiter auf als PureMac, und ist für diverse Plattformen verfügbar, beispielsweise Windows, aber auch Mac.

    Es gibt eine Basic-Variante, die kostenfrei ist und bleibt, und eine Pro-Variante, die im Monat 9 $ kostet, und natürlich „recommended“ ist, weil sie einige Dinge mehr kann, als die kostenlose Variante. Sie bietet unter anderem ein dauerhaftes Threat Monitoring an, und kann auftretende Fehler auch beheben.

    Es gibt auch eine Rubrik in der App, die „System Hardening“ anbietet, und auch nach Malware kann gescannt werden, wobei diverse Engines abgefragt werden, vermutlich über VirusTotal.

    Kudu System Hardening.

    Mir ist aufgefallen, dass sich Kudu — im Gegensatz zu PureMac – nicht wie eine native Mac-App anfühlt. Bei einer App, die tief ins System eingreift, ist das für mich eher ein K.O.-Kriterium. Sicherlich aber nicht für jeden. Testet die App mal, und lasst mir einen Kommentar da, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

  • Die Menüleiste in macOS anpassen

    Je mehr man Apps man unter macOS installiert, die sich noch einen Platz in der Menüleiste nehmen, desto knapper wird der Platz dort. Bestimmte Einträge dort braucht man immer, manche weniger oder gar nicht. Hier kommen zwei Apps ins Spiel, die sich des Problems annehmen und ein Umsortieren oder Ausblenden der Menüeinträge zulassen.

    Tuck

    Tuck bietet eine kostenlose Version. Wer mehr möchte, zahlt für die Pro-Version einmalig $ 14,99 für die Lifetime-Version. Ein vernünftiger Preis, möchte ich meinen. Folgendes Video zeigt, wie das Arrangieren von Icons funktioniert:

    Tuck in Aktion: Icons werden in der Menüleiste verschoben.
    So wird aus einer übervollen Menüleiste (oben) eine sehr übersichtliche (unten), ohne Programme deinstallieren zu müssen.

    Regeln zum Ein- und Ausblenden von Icons sind definierbar, eingeblendet werden kann per Klick oder Hover.

    Thaw

    Thaw ist ein Fork der Software Ice, die offenbar nicht mehr weiterentwickelt wird. Thaw ist grundsätzlich kostenlos und bietet dieselben Funktionen, die man mit Tuck bekommt. Diverse Design-Optionen sind auch noch einstellbar.

    Das Hauptinterface von Thaw im Dark Mode.
    Versteckte Elemente zeigen sich unter der eigentlichen Menüleiste.

    Thaw kann auch simpel via Homebrew installiert werden:

    brew install thaw
  • Datenableich zwischen Mac und Android

    Vermutlich kennt jeder, der einen Mac und ein Android-Handy sein eigen nennt und Daten zwischen den beiden Plattformen austauschen möchte, das Programm Android File Transfer, ein Bestandteil der Android Developer Tools SDK. Sichtlich funktionell und optisch in die Jahre gekommen kann man es jenseits der Apple Intel Ära, die mit macOS 27 Golden Gate kommt, sowieso nicht mehr weiterbenutzen. Es muss also ein Ersatz her.

    Und hier kommt AndroidFileSync ins Spiel. Es übernimmt alle Funktionen, die man als Android-Benutzer für seinen Mac benötigt, und ist nativ ans aktuelle macOS bestens angepasst. Und noch dazu ist es Open Source, kostet also nicht mal was.

    Das AndroidFileSync Hauptfenster.

    Neben dem klassischen Filebrowser bietet die App noch weitere Komfort-Funktionen:

    • App-Manager: Apps (in Form von apks) auf dem Android-Handy aus dem Interface heraus installieren und deinstallieren.
    • Verbindung zwischen Mac und Android per USB-Kabel oder über WLAN, auch mit mehreren Geräten gleichzeitig.
    • QuickLook-Integration mit Leertaste, und Rechtsklick-Funktionalität.
    • Daten können parallel übertragen werden, das spart Zeit.
    • Schneller Setup, laut Website in unter zwei Minuten.

    Voraussetzung, damit alles reibungslos läuft, ist, dass auf dem Handy die Developer-Options aktiviert werden, und USB-Debugging eingeschaltet wird.

    Mit Homebrew ist es wieder mal sehr schnell und einfach installiert:

    brew tap santosh7017/androidfilesync && brew trust santosh7017/androidfilesync && brew install --cask androidfilesync

    Eine Alternative, die es schon länger gibt, ist übrigens OpenMTP. Funktioniert auch, ist aber optisch und funktional nicht so toll gelöst wie AndroidFileSync, denn das ist nativ in Swift programmiert.

  • Performance-Monitor in zwei Varianten

    Falls du ein genaueres Auge darauf werfen möchtest, was dein Mac gerade so treibt, kann ich dir zwei neue Applikationen vorstellen, die dir genau das ermöglichen. Beide Tools gehen ein bisschen in die Richtung, was die Tools Burrow und Mojo Pulse auch ermöglichen: Das kompakte Anzeigen von interessanten Systemwerten. Und vielleicht noch einen Schritt weiter.

    MacTools

    Der Name MacTools klingt sehr allgemein. Es klinkt sich in die Menüleiste ein, und zeigt dort platzsparend diverse Eckdaten deines Rechners an. Dabei kann man sehr genau einstellen, was da im Menü eigentlich gezeigt werden soll.

    Das MacTools Menü.

    MacTools lässt sich leicht im Terminal via Homebrew installieren:

    brew install --cask mactools

    Mac Performance Monitor

    Ein etwas sperriger Name für eine App, aber er sagt ziemlich genau, was der Benutzer der App erwarten kann. Die Stärke dieser App liegt nicht darin, wie bei MacTools alle Informationen in der Menüleiste zu versammeln, sondern eher darin, mit detaillierten Infos die macOS Aktivitätsanzeige zu ersetzen oder zu erweitern.

    Mac Performance Monitor Dashboard im Dark Mode.
    Mac Performance Monitor Prozessmonitor.

    Beide Tools sind kostenlos und können vielleicht sogar zusammen genutzt werden. Jedenfalls sollte informationstechnisch kein Wunsch mehr offen bleiben.

  • CaffeineTimer: Den Mac wach halten

    Manchmal gibt es Gelegenheiten, da will man partout nicht, dass der Mac in den Ruhezustand geht. Beispielsweise konvertiert man gerade ein Video, was ja ein etwas länger dauernder Prozess sein kann, und will nicht das Risiko eingehen, dass der Mac einschläft und der Prozess somit abgebrochen wird, und vielleicht komplett neu gestartet werden muss.

    Mittlerweile gibt es einige Softwarelösungen, die dafür sorgen, kommerziell und nicht-kommerziell. CaffeineTimer kostet nichts und kann gefahrlos ausprobiert werden. Hier kann bequemerweise auch ein Zeitlimit eingestellt werden, beispielsweise bleib zwei Stunden wach und gehe dann wieder in den Ruhezustand. Man will ja nicht, dass die Batterie des MacBooks komplett leer wird.

    Die Software macht es sich in der Menüzeile bequem, getreu dem Motto „Everything you need, nothing you don’t“ und ist von dort aus zu steuern.

    Einfach zu bedienen, und erfüllt seinen Zweck. Wie so oft, ist die Installation auch wieder via Homebrew problemlos zu erledigen:

    brew trust --cask marcvig/tap/caffeine-timer
    brew install --cask marcvig/tap/caffeine-timer

    Update: Mit Vorssaint lässt sich das natürlich auch bewerkstelligen. Hier kann man sogar festlegen, dass das MacBook wach bleibt, wenn der Deckel geschlossen ist:

    Dieser Button in Vorssaint hält den Mac wach, komme, was da wolle.
  • Aus dem Orbit starten

    App-Launcher gibt es auf dem Mac ja einige. Vor macOS Tahoe gab es auch noch das LaunchPad, welches ja wegrationalisiert wurde. Dann tummeln sich auf dem Feld noch Kandidaten wie Alfred oder LaunchBar. Auch mit Spotlight lassen sich Apps sehr gut starten. Mit reinen Bordmitteln ist das natürlich eine fade Sache, es lässt sich wenig bis gar nichts einstellen.

    Nun gesellt sich dazu noch eine Open Source App namens Orbit Launcher, die es optisch etwas anders macht, nämlich mit einer Art Rad, das passende Apps zeigt (und welche die angepinnt wurden für den Dauereinsatz).

    So sieht Orbit Launcher’s Radialmenü aus.

    Sieht schick und ungewöhnlich aus, für mich aber zu verspielt. Wer’s also mag, kann hier zugreifen.

    Mit den folgenden Terminal-Kommandos lässt sich Orbit Launcher via Homebrew superschnell installieren:

    brew trust --cask marcvig/tap/orbit-launcher
    brew install --cask marcvig/tap/orbit-launcher

    Update: Die aktuellste Version von Vorssaint hat nun auch einen App-Launcher eingebaut, der sich wirklich sehen lassen kann. Auch das „Radialmenü“ wird bereits angeboten. Damit ist Orbit Launcher in der Theorie nicht mehr notwenig. Vorssaint ist nach wie vor kostenfrei.

  • Der genaue Blick auf den Mac: Mojo Pulse

    Wen die internen Werte seines Macs interessieren, bekommt mit Mojo Pulse ein optisch sehr schönes Gratis-Werkzeug an die Hand, mit dem er seinen Mac aus der Menüleiste heraus beobachten kann.

    Das ausgeklappte Menü von Mojo Pulse in Aktion.

    Dabei zeigt Mojo Pulse nicht nur die interessanten internen Werte des Macs an, sondern achtet auch auf eventuelle Aussetzer oder Alarmzeichen, und zeigt sie bei Bedarf an, damit man reagieren kann. Der eingebaute Speed Test zeigt an, woran das langsame Internet hängt. Es kann sogar, wie bei Little Snitch, eine World-Map angezeigt werden, zu welchen Endpunkten der Mac connected.

    Wohin verbindet sich der Mac? Finde es raus!

    Und wie sich der Speicher auf der Festplatte verteilt, kann man ebenfalls herausfinden:

    Wo ist der ganze Speicher hin verschwunden? Finde es raus!

    Ein rundes Gesamtpaket für lau. Wirklich sehr schön gemacht!

    Mojo Pulse kann auch wieder ganz einfach mit Homebrew installiert werden durch den simplen Befehl:

    brew install --cask nativemojo/tap/mojo-pulse

    Update: Meinen Test von Mojo Pulse musste ich vorerst abbrechen, da die App leider dauernd aus der Menüleiste heraus abgestürzt ist. Schade eigentlich.

  • Burrow: Die Open-Source-Variante von Mole.fit

    Neulich habe ich vom Terminal-Tool Mole und dessen GUI-Variante Mole.fit berichtet, die ja bekanntlich kostenpflichtig ist. Aber wie das heute nun mal so ist, braucht man nur etwas zu warten, und schon taucht eine Software auf, die dasselbe (und mehr) auf Open-Source-Basis erledigt. Enter Burrow. Diese Software ist zwar noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, hat aber bereits jetzt das Zeug, Mole.fit das Wasser abzugraben, und setzt funktional noch ein paar Schippen oben drauf. Die Planeten-Analogie wird aber verständlicherweise weggelassen.

    Hier ein paar Screenshots, wie Burrow aussieht:

    Das Hauptfenster von Burrow. Die wichtigsten Werte des Rechners übersichtlich aufgelistet.
    Der Burrow Maintenance-Bereich.
    Das ausgeklappte Burrow-Systemmenü. Stets alles auf einen Blick.

    Die Entwicklung von Burrow werde ich auf alle Fälle weiterverfolgen. Aber was ich jetzt hier sehe, ist schon sehr überzeugend. Wenn ich mir was wünschen dürfte: Eine deutsche Übersetzung, und größere Fonts, die in der grafischen Benutzeroberfläche verwendet werden. Die sind für Brillenträger oft nur schwer erkennbar.

    Und warum die Software „Burrow“ (englisch für „Graben“) heißt, fragt mich nicht… Macht aber auch nichts.

    Wer nun neugierig geworden ist: Einfach testen! Die Installation erfolgt gewohnt easy mit Homebrew:

    brew install --cask caezium/tap/burrow
  • Daten easy zwischen Geräten austauschen mit Blip

    Immer mal wieder steht man vor der Aufgabe, verschiedene Daten zwischen seinen Geräten hin- und her zu schieben. Vermutlich bastelt sich hier jeder Benutzer seine eigene Lösung, meistens unter Zuhilfenahme von Cloudspace.

    Blip gibt einem ein elegantes Werkzeug in die Hand, das wirklich einfach von der Hand geht. Wie das funktioniert zeigt der Film auf der Website von Blip:

    So funktioniert die Software auf dem Desktop.

    Auf dem Desktop unter macOS nistet sich die Software in der Menüzeile ein und ist stets empfangs- oder sendebereit. Die Android-Version von Blip fungiert als Gegenstück.

    Natürlich muss man seine Geräte zuerst bei Blip anmelden. Aber das war’s dann auch. Ich habe keine versteckten Folgekosten für Privatnutzer bemerkt. Zumindest nicht für mein (geringes) Datenaufkommen. Die kommerzielle Nutzung aber kostet natürlich Geld. Die Server müssen am Laufen gehalten werden. Wo es aber geht, nutzt Blip den Transfer über lokale Netzwerke. Schön gemacht!

  • Snapzy: Das optimale Screenshot-Tool

    Schau mal an. Man muss nur ein wenig warten. Neulich hab ich über Shottr berichtet, ein Klasse-Screenshot-Tool. Und dann wollte ich eigentlich noch weitere testen, die ich in dem Beitrag auch erwähnt habe. Und dann kam Snapzy um die Ecke. Das ist das wohl ultimative Screenshot-Tool, das sehr professionell gemacht ist, und alle Funktionen in sich vereint. Und dabei nicht mal was kostet und aktiv entwickelt wird.

    Snapzy in Aktion.

    Ich kann die Software allen, die ernsthaft mit Screenshots und Screencasts umgehen, nur wärmstens ans Herz legen.

    Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann den, dass für den Cloud-Upload nur Amazon S3-Buckets und Cloudflare R2-Accounts zur Verfügung stehen, welche natürlich kostenpflichtig sind. Wenn imgbb.com unterstützt werden würde, wie es bei macshot der Fall ist, wäre das ein cooles Ding. So kämen auch nicht-zahlende Nutzer zum Zug. Aber was nicht ist, kann in einer der nächsten Versionen ja noch werden. Und ich „meckere“ hier wirklich auf sehr hohem Niveau.

    Toll: Homebrew ist auch hier dein Freund. So installiert man Snapzy schnell und einfach:

    brew install --cask snapzy

    Genauso schnell ist es auch wieder deinstalliert (falls man das denn möchte):

    curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/duongductrong/Snapzy/master/uninstall.sh | bash
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