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  • Coole Screenshots machen mit Shottr

    Die Screenshot-Möglichkeiten, die im aktuellen macOS Tahoe „verbaut“ sind, reichen den meisten Benutzern aus. Man kann damit schon sehr viel machen, sogar Videos aufzeichnen. Und trotzdem erfreuen sich Screenshot-Tools von Drittanbietern großer Beliebtheit. Es gibt eine breite Auswahl davon, die sich teilweise auf verschiedene spezielle Anwendungsbereiche konzentrieren. Folgende Tools fallen mir ein:

    Während das kommerzielle CleanShot mit einer Einmalzahlung von 29 Dollar nicht gerade ein Schnapper ist, gibt es macshot und ShotX kostenfrei. Wobei man den beiden anmerkt, dass die Entwicklung gerade im Gange ist. Vor allem von macshot gibt es im Moment fast tägliche Updates.

    Ich hatte mir zuvor mal irgendwann eine vergünstigte Lizenz von Shottr zugelegt, deshalb bin ich nun auch dabei geblieben. (Was nicht heißt, dass ich in Zukunft mal zu einem anderen Tool wechseln werde… Vor allem macshot sieht zunehmend interessant aus.)

    Nach Start der App nistet sie sich in der Menüzeile ein und ist bereit, in Aktion zu treten. Im Onboarding führt Shottr durch den Prozess, die systemeigenen Kurzbefehle zu deaktivieren, da sie sonst mit den Funktionen von Shottr kollidieren würden. Man kann die Kurzbefehle aber in Shottr auch dem eigenen Geschmack anpassen und frei vergeben.

    Ein typischer Screenshot im Interface von Shottr, mit Demonstration verschiedener Tools.
    Ein typischer Screenshot im Interface von Shottr, mit Demonstration verschiedener Tools.

    Im Bild oben ist zu sehen, was man mit einem gemachten Screenshot alles anstellen kann:

    • Lupenfunktion
    • Pfeil und beschreibenden Text setzen
    • Highlights setzen, Rest abdunkeln
    • Leuchtstift-Markierungen
    • Kreative und farbenfrohe Rahmen um Screenshots ziehen

    Außerdem (nicht im Bild):

    • Nummerierungen
    • Hochladen in die Cloud und den Link dazu freigeben, um Screenshots zu teilen
    • Scrolling-Capture, um lange Browserfenster in einem Stück zu erfassen
    • Per OCR Inhalte des Screenshots als Text erfassen
    • Farbwerte aus Screenshots lesen (RGB oder Hex)
    • Pixelmaße aus Screenshots messen
    • Größe des Screenshots verändern

    Ich bin mit Shottr momentan sehr zufrieden. Es klappt alles reibungslos, und die Bedienung geht leicht von der Hand.

    Ich werde trotzdem in einem zukünftigen Post mal genauer auf die konkurrierenden Screenshot-Tools eingehen.

  • Vorssaint: Praktische Toolsammlung in der Menüleiste

    Kürzlich bin ich auf das kleine Open Source-Tool Vorssaint gestoßen. Erst mal habe ich mich über den seltsamen Namen gewundert. Dann dachte ich, wozu brauche ich das? Alles, was das Tool kann, habe ich bereits mit anderer Software abgedeckt. Als ich mir Vorssaint dann aber genauer angeschaut habe, habe ich bemerkt, wie praktisch es ist, diese ganze Bandbreite an Utilities in einem kleinen Menü-Extra zusammengefasst zu haben. Und das auch noch für lau.

    Das Hauptfenster von Vorssaint, wenn man auf das Menü-Icon klickt.

    Auf der Website heißt es:

    Eine kleine Menüleisten-App, die einen ganzen Stapel kostenpflichtiger Mac-Dienstprogramme ersetzt.

    Und genauso ist es. Was kann Vorssaint also? Der folgende Screenshot zeigt alle Funktionen übersichtlich aufgelistet:

    Die Funktionen von Vorssaint.

    Was man hier geboten bekommt, ist eine ganze Menge! Was mir am besten gefällt:

    • Rechner wachhalten
    • Integriertes Deinstallationsprogramm
    • Grafischer App-Umschalter (einfach geil!)
    • Medienkonverter (ähnlich wie Dinky oder Videoquetsche)
    • Reinigungsmodus: Blockiert die Tastatur, damit man sie reinigen kann. Klingt doof, ist aber super praktisch!
    • Zwischenablagen-Historie
    • Fenster-Management

    und noch so vieles mehr. Einfach mal testen, es schadet nichts. Das Onboarding und die Rechtevergabe geht einfach vonstatten. Eine tolle Software, die meine Empfehlung bekommt!

    Installation mit Homebrew ist easy:

    brew install --cask vorssaint/tap/vorssaint
  • Radix: Was belegt meine Festplatte?

    Die Software Radix scannt in sekundenschnelle ausgewählte Bereiche der Festplatte durch und zeigt in einem anschaulichen Sunburst-Diagramm, welche Dateien wieviel Platz auf der Festplatte belegen. Der größte Brocken wird zuoberst in der Liste gezeigt, und kann auch von dort bequem und schnell angesehen oder auch gelöscht werden.

    Das Radix Hauptfenster mit ausgeführtem Scan.
    Das Radix Hauptfenster mit ausgeführtem Scan.

    Andere Hersteller, z.B. Daisy Disk, lassen sich das bezahlen, Radix jedoch ist Open Source und kostet nichts. Die Software steht dem genannten Platzhirschen eigentlich in nichts nach.

    Mit dem Homebrew Kommando

    brew install --cask radix

    ist Radix schnell installiert und einsatzbereit.

  • Videos quetschen mit Videoquetsche

    Auf ein Programm dieses Namens bin ich kürzlich gestoßen. Klingt verstörend, verrichtet aber seinen Zweck ganz hervorragend: nämlich Videos qualitativ und größenmäßig einzudampfen.

    Das Programmfenster von Videoquetsche, in dem alles stattfindet.
    Das Programmfenster von Videoquetsche, in dem alles stattfindet.

    Verarbeitet werden folgende Videoformate: MP4, MOV, AVI, MKV, WebM und mehr. Dabei kann noch allerhand eingestellt werden: Die Qualität des Ergebnisses kann mit einem Slider stufenlos geregelt werden. Wer den Film für Social Media quadratisch braucht, kann das einstellen. Die freien Bereiche werden dann mit schwarz oder weiß aufgefüllt, oder der Film wird schlicht beschnitten. Mehrere Videodateien können mitaneinander verbunden werden, und wer es gerne leiser mag, entfernt einfach die Audiospur. Dazu reicht ein Klick. Ein rundes Angebot!

    Damit das Programm Videos bearbeiten kann, wird ffmpeg benötigt. Das kann mit Homebrew und dem Terminal ganz einfach installiert werden:

    brew install ffmpeg

    Witzige Randnotiz: Nachdem, was ich gelesen habe, wurde dieses Mac-Programm von einer künstlichen Intelligenz programmiert (Claude). Alle Wetter…

    Das Icon finde ich zwar, gelinde gesagt, miserabel, aber das Programm an sich ist einfach zu bedienen und verrichtet seinen Zweck ohne Probleme. Einigen wir uns also auf Geschmackssache.

  • Konvertieren mit Dinky, sortieren mit Binky

    Ja, irgendwie klingt der Titel dieses Posts ziemlich bescheuert. Aber es ist tatsächlich so. Und ich wundere mich mal wieder, wie so gute Software kostenlos sein kann. Und warum das zurzeit so geballt passsiert. Ich habe ja die KI im Verdacht…

    Beide Programme stammen vom selben Entwickler und wirken deshalb auch wie aus einem Guss, voll angepasst an das aktuelle Liquid-Glass-Erscheinungsbild, das in macOS Tahoe eingeführt wurde.

    Dinky

    Das Icon von Dinky

    Die "Drop Zone" von Dinky
    Die „Drop Zone“ von Dinky

    Nach der Installation und dem Start ist Dinky denkbar einfach zu bedienen: Einfach alles an Dateien, die man verkleinert oder geschrumpft haben möchte, auf die „Drop Zone“ werfen. In der Standardeinstellung landen die verkleinerten Dateien dann mit einem kleinen Namenszusatz neben dem Original. In den Voreinstellungen lässt sich alles noch sehr fein anpassen, beispielsweise wie stark komprimiert wird, oder ob das Original nicht lieber doch überschrieben werden soll.

    Presets in Dinky.
    Presets in Dinky.

    All das funktioniert hervorragend mit einer ganzen Batterie an verschiedenen Dateiarten: Alle Arten von Bilddateien, PDFs, Soundfiles und Videodateien. Und sogar mit dem Inhalt der Zwischenablage.

    Zudem kann man „Watch Folders“ einstellen, die von Dinky beobachtet werden. Alles, was da drin landet, wird sofort bearbeitet. Natürlich nur, sofern Dinky im Hintergrund läuft. „Presets“ können erstellt werden, also bestimmte Vorgaben. Ein „Preview-Fenster“ ermöglicht den Vergleich von vorher zu nachher. Da bleiben keine Wünsche offen.

    Dass das Programm nur in Englisch lokalisiert ist, lässt sich leicht verschmerzen.

    Dinky kann natürlich auch per Homebrew installiert werden.

    brew tap heyderekj/dinky https://github.com/heyderekj/dinky
    brew install --cask dinky

    Binky

    Das Icon von Binky (und ja, das scheint ein Schnuller zu sein…)

    Das Sortier-Fenster von Binky.
    Das Sortier-Fenster von Binky.

    Diese Software hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ordnung ins Dateichaos zu bringen. Man spezifiziert einen Quell-Ordner, welcher dann aufgeräumt wird. Das heißt, Binky legt dort Unterordner an, und sortiert die Dateien aus dem Quellordner dort hinein. Das kann auch vollautomatisch erfolgen, indem Binky aus dem Dock ausgeblendet wird, und nur aus der Menüzeile heraus im Hintergrund agiert.

    Die Zusammenfassung nach dem Sortiervorgang.

    Vom Erscheinungsbild orientiert sich Binky natürlich an Dinky. Es bietet ebenfalls eine ganze Palette an Features, die kaum Wünsche offenlassen. Beispielsweise kann man alles rückgängig machen, falls mal Chaos entstanden ist. Ein eigenes Regelwerk kann angelegt werden, wonach Binky den Sortiervorgang ausführt. Es gibt eine Vorschau, bevor man den Auslöser drückt. Screenshots können (unter Zuhilfenahme von OCR) automatisch benannt und eingeordnet werden. Es gibt auch eine „Finder Quick Action“, das heißt mit der rechten Maustaste können in Binky Aktionen ausgelöst werden. Und, und, und.

    Wie auch Dinky ist Binky nur auf Englisch erhältlich. Das sollte aber eigentlich für niemanden ein Problem sein. Ich weiß nur noch nicht, warum das App-Icon einen Schnuller zeigt…

    Binky kann ebenfalls per Homebrew installiert werden.

    brew tap heyderekj/binky https://github.com/heyderekj/binky
    brew install --cask binky
  • Startfähigen USB-Stick für den Mac erstellen mit Mist

    Manchmal gibt es ein gewisses Gefühl der Sicherheit, wenn man weiß, in der Schublade liegt noch ein startfähiger USB-Stick mit einem aktuellen Betriebssystem, den man nutzen kann, um den Rechner zu booten und neu zu installieren, sollte eine Katastrophe passieren und der Rechner startet nicht mehr. In der Regel passiert sowas nicht, aber man kann ja nie wissen…

    Wie stellt man das nun am einfachsten an?

    Zuallererst: Ein aktuelles Time Machine-Backup auf einer externen Festplatte oder SSD sollte man stets in der Hinterhand haben! Kein Wenn und Aber. Den startfähigen USB-Stick benötigt man dann zusätzlich, um von dort aus das System neu zu installieren. Das Mac Recovery kann das auch aus dem Internet laden, aber mit dem USB-Stick geht es um einiges schneller vonstatten.

    Hier nun die Software Mist ins Spiel. Und das Gute ist: der Name ist nicht Programm.

    Mist muss zuerst eine Liste an aktuellen Installationsmedien vom Apple-Server aktualisieren.

    Nach dem ersten Start der Software muss Mist zuerst eine Liste an aktuellen Installationsmedien vom Apple-Server aktualisieren.

    Mist lädt alle nötigen Bestandteile und setzt sie zusammen.

    Die einzelnen Bestandteile werden geladen, und dann von Mist zu einem Installationsprogramm, das um die 15 GB im Programmeordner belegt, zusammengesetzt.

    Mist arbeitet daran, den USB-Stick vorzubereiten.

    Wenn das passiert ist, kümmert sich Mist darum, den USB-Stick mit den Daten entsprechend vorzubereiten. Dafür ist es natürlich erforderlich, einen USB-Stick zur Hand zu haben, der im Prozess gelöscht werden darf (auch das übernimmt Mist), und der groß genug sein sollte, um die Daten zu halten. Ich rate hier mal lieber zu mindestens 32 GB, damit alles klappt.

    Dann heißt es nur noch warten, bis der fertige startfähige USB-Stick auf dem Desktop zu sehen ist.

    Wie startet man nun seinen Rechner vom eben erstellten USB-Stick? Das hängt vom Rechner ab:

    Macs mit Apple-Chip:

    1. Fahre den Mac herunter oder schalte ihn aus.
    2. Verbinde das startfähige Installationsprogramm direkt mit dem Mac.
    3. Halte den Ein-/Ausschalter des Mac gedrückt. Wenn du ihn weiter gedrückt hältst, startet dein Mac und lädt Startoptionen, die deine startfähigen Volumes einschließlich des startfähigen Installationsprogramms anzeigen.
    4. Wähle das startfähige Installationsprogramm aus, und klicke auf „Fortfahren“.
    5. Befolge beim Öffnen des macOS-Installationsprogramms die Anweisungen auf dem Bildschirm.

    Jeder andere Mac:

    1. Fahre den Mac herunter oder schalte ihn aus.
    2. Verbinde das startfähige Installationsprogramm direkt mit dem Mac.
    3. Schalte deinen Mac ein und drücke dann sofort die Optionstaste (Alt) und halte sie gedrückt.
    4. Lass die Optionstaste los, wenn ein Bildschirm mit den startfähigen Volumes zu sehen ist, inklusive des startfähigen Installationsprogramms.
    5. Wähle das startfähige Installationsprogramm aus, und klicke auf den Pfeil auf dem Bildschirm, oder drücke den Zeilenschalter.

    Apple gibt in einem offiziellen Support-Dokument auch Tipps, wie man den Stick ohne Mist erstellen kann, aber der Weg führt immer über das Terminal und ist bei weitem nicht so bequem.

    Mist kann vorzugsweise auch mit Homebrew installiert und aktuell gehalten werden:

    brew install --cask mist
  • Programme zurücksetzen mit Resetter

    Ich habe euch bereits Pearcleaner vorgestellt, mit dem man unter macOS Programme komplett deinstallieren kann. Mit Resetter geht man quasi den halben Weg: Man deinstalliert es nicht, sondern setzt es lediglich zurück, sodass es beim nächsten Programmstart reagiert, als ob man es das erste Mal starten würde.

    Eigentlich nichts, was man mit Pear Cleaner nicht auch hinbekommen würde, aber ich muss zugeben, Resetter ist sehr gut gecodet und sieht toll aus. Und kosten tut es auch nichts. Vielleicht könnt ihr sowas ja mal brauchen.

    Resetter

    Damit es vernünftig funktioniert, braucht das Programm vollen Zugriff auf die Festplatte. Mit der History-Funktion könnt ihr sehen, was ihr bisher alles schon zurückgesetzt habt.

  • Mehr machen mit Disk Images

    Software wird unter macOS gerne in sogenannten DMGs (Disk Images) verteilt. Das ist sehr praktisch: DMG herunterladen, im Finder doppelklicken. Damit öffnet sich ein Fenster, in dem die Software liegt. Diese zieht man von dort in den Programme-Ordner, wirft anschließend das DMG wieder aus (auf den Papierkorb ziehen) und legt das DMG selbst danach auch in den Papierkorb. Schließlich hat es dann ja seinen Zweck erfüllt.

    Dabei geht da eigentlich deutlich mehr. Technisch wird im Hintergrund beim Doppelklick die Image Mounter Software von Apple gestartet, die die Software im DMG eigentlich zugänglich macht. Dazu gibt es zwei Alternativen, die ich gleich vorstellen werde. Man muss dem System nur sagen, dass es künftig alle DMGs nicht mit dem Apple-Programm, sondern mit der Alternative öffnen soll. Fertig.

    Das geht so: Irgendein DMG mit der rechten Maustaste anklicken, dann „Information“ wählen. Im Fenster dann unter „Öffnen mit“ (1) den alternativen Image Mounter wählen, und schließlich auf „Alle ändern“ (2) klicken, um zu bestätigen.

    Doch von welchen alternativen Image Mountern rede ich eigentlich? Zwei sind mir aufgefallen.

    FastDMG

    Das ist die Gratis-Variante. Tut genau das, was es sagt: Ein DMG schnell zu mounten, ohne überflüssige Checksummen-Prüfung etc. Das Icon von DMGs bleibt identisch und sorgt so nicht für Verwirrung. Jeder AGB-Dialog wird automatisch weggeklickt. Funktioniert nicht nur mit DMGs, sondern auch mit ISOs und TOASTs.

    RapiDMG

    Diese Software kostet etwas. Allerdings nur einen Euro, das sollte also nicht zu schmerzhaft für den Geldbeutel sein. Dafür bekommt man auch einige Features geboten. Doppelklickt man nämlich auf das DMG, macht RapiDMG Folgendes:

    • Mounten
    • Wenn ein Programm enthalten ist, wird es in den Programmeordner kopiert
    • Unmounten
    • Das DMG selbst löschen (optional)
    • Das soeben installierte Programm im Programmeordner anzeigen

    Diese Arbeitsabläufe sparen einem auf Dauer schon Arbeit, und deshalb sollte die Software sicher einen lumpigen Euro für die Lifetime Lizenz (!) wert sein.

    AppAddict schreibt hier auch einen Artikel darüber.

  • Werbung blockieren auf verschiedenen Browsern (Mobil und Desktop)

    Werbung im Netz ist etwas, das mir das Surfen richtig mies machen kann. Vor allem deshalb, weil ein Großteil der dargebotenen Werbung so richtig mieserabel gemacht ist. Glücklicherweise gibt es Mittel dagegen. Im Folgenden nenne ich euch ein paar, mit denen ich schon einschlägige Erfahrungen machen durfte.

    Adguard

    Adguard ist einer renommiersten Anbieter im Feld der Adblocker-Anbieter. Im Portfolio gibt’s Lösungen für sämtliche Plattformen. Wenn man vernünftig einsteigen möchte, kostet es allerdings Geld. Ich selbst nutze Lizenzen sowohl für Mac, als auch für Android, und bin recht zufrieden damit. In diesem Artikel soll’s allerdings primär darum gehen, wie ich ein ähnliches Ergebnis erreiche, ohne dafür zu bezahlen. Also geht’s weiter.

    uBlock Origin

    uBlock Origin ist eine bekannte Erweiterung für alle Browser, die Erweiterungen unterstützen. Apple’s Safari Browser und DuckDuckGo fallen da also schon mal weg. Die Erweiterungen ist vollumfänglich konfigurierbar und funktioniert in den Browsern hervorragend. Sogar Cookie-Dialogfelder sind blockierbar. In aktuelleren Versionen von Google Chrome werden Erweiterungen wie uBlock jedoch arg beschnitten, und bieten in der „Lite“-Version nur noch einen Bruchteil ihres ursprünglichen Funktionsumfangs. Also schauen wir trotzdem nochmal weiter.

    dnsforge

    dnsforge.de ist ein filternder DNS-Server, der in Deutschland steht, und sich deshalb natürlich der DSGVO unterordnen muss. Gefiltert wird, was in der nachfolgenden Tabelle steht:

    DNSforge

    Wenn ich also nun diesen DNS-Filter in Google Chrome eintragen möchte, muss ich folgendermaßen vorgehen:

    Die Chrome-Voreinstellungen aufrufen, und „DNS“ ins Suchfeld eintragen:

    DNS-Einstellungen in Google Chrome

    Dann auf „Sicherheit“ klicken. Beim DNS-Anbieter auf „benutzerdefiniert“ schalten, und dann die URL von DNSforge eintragen:

    https://dnsforge.de/dns-query

    Das war’s dann auch schon auf dem Desktop. In ähnlicher Form funktioniert das fast in jedem Browser. Danach wird es während des Surfens im Web deutlich ruhiger, zumindest was Werbeeinblendungen betrifft.

    Wie aber funktioniert das auf meinem Android-Handy? Hier ist es fast noch einfacher, denn da muss diese Einstellungen nicht in jedem Browser vorgenommen werden, sondern funktioniert systemweit in allen Apps. Ich demonstriere den Vorgang mal auf einem Pixel-Handy.

    1. Einstellungen aufrufen, und auf „Netzwerk & Internet“ tippen.
    2. Anschließend auf „Privates DNS“ tippen.
    3. Dort dann schlicht und ergreifend „dnsforge.de“ eintragen und speichern. Das war’s.

    Damit wird’s nun auch auf dem Pixel deutlich ruhiger im Netz. Und zwar für alle installierten Apps.

  • Kontrollieren, was auf deinem Mac vorgeht — mit LuLu

    Neulich hatte ich euch FireWally vorgestellt, mit dem man auf dem Mac sehen kann, was sich netzwerktechnisch tut. FireWally sieht großartig aus, und man kann eine stehende Verbindung auch kappen. Was aber, wenn man diese Verbindung gar nicht erst aufbauen lassen will?

    Nun, wenn man alle Bells and Whistles will, dann greift man zu Little Snitch der österreichischen Firma Objective Development. Das sieht fantastisch aus, hat irre viele Features (die man vielleicht auch nicht braucht) und kostet ganz schön Geld. Immerhin investiert man nicht in ein Abo, dafür kostet eine Einzelplatz-Lizenz einmalig auch 59 Euro.

    Es geht aber auch anders. Mac-Wizard Patrick Wardle hat sich hingesetzt und eine tolle Alternative zu Little Snitch programmiert, die LuLu heißt. Unter neueren Betriebssystemen kann man die Software sogar ohne Neustart installieren. Man sollte nur die entsprechenden Zugrifssrechte vergeben, damit es funktioniert. Das ist auf der Website von LuLu sehr gut beschrieben. LuLu ist Open Source, und somit kostenlos nutzbar, auch wenn sich der Autor natürlich über eine Spende freut.

    Nach der Installation ist LuLu in der Menüzeile aktiv. Sollte ein Programm eine nicht genehmigte Verbindung nach außerhalb anfordern, wird man mit einem Fenster konfrontiert, das dem Folgendem ähnelt:

    LuLu Dialogfeld

    Hier kann man entscheiden, was nun passieren soll: Erlauben oder nicht. LuLu erlaubt auch, den Prozess via VirusTotal auf Bösartigkeit hin zu überprüfen. Das kann Little Snitch schon mal nicht.

    LuLu führt eine Regel-Liste, die man nachträglich verändern und erweitern kann.

    LuLu Regelliste

    Sehr schön gemacht und empfehlenswert für alle, die etwas mehr Wert auf Sicherheit auf ihrem Rechner legen, und wissen wollen, welche Connections wohin erfolgen.

    Wenn ich auf hohem Niveau meckern wollen würde, dann würde ich Patrick vielleicht empfehlen, eine andere Schrift für sein Programm zu nutzen, denn der genutzte Monospace-Font sieht schon ein wenig gewöhnungsbedürftig aus. Verleiht der Software aber vielleicht auch sein eigenwilliges technisches Flair. Wie gesagt, hohes Niveau.

    Schön ist, dass LuLu sich in aktiver Entwicklung befindet und immer wieder Updates spendiert bekommt, die es immer besser machen.

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