Schlagwort: netzwerk

  • Performance-Monitor in zwei Varianten

    Falls du ein genaueres Auge darauf werfen möchtest, was dein Mac gerade so treibt, kann ich dir zwei neue Applikationen vorstellen, die dir genau das ermöglichen. Beide Tools gehen ein bisschen in die Richtung, was die Tools Burrow und Mojo Pulse auch ermöglichen: Das kompakte Anzeigen von interessanten Systemwerten. Und vielleicht noch einen Schritt weiter.

    MacTools

    Der Name MacTools klingt sehr allgemein. Es klinkt sich in die Menüleiste ein, und zeigt dort platzsparend diverse Eckdaten deines Rechners an. Dabei kann man sehr genau einstellen, was da im Menü eigentlich gezeigt werden soll.

    Das MacTools Menü.

    MacTools lässt sich leicht im Terminal via Homebrew installieren:

    brew install --cask mactools

    Mac Performance Monitor

    Ein etwas sperriger Name für eine App, aber er sagt ziemlich genau, was der Benutzer der App erwarten kann. Die Stärke dieser App liegt nicht darin, wie bei MacTools alle Informationen in der Menüleiste zu versammeln, sondern eher darin, mit detaillierten Infos die macOS Aktivitätsanzeige zu ersetzen oder zu erweitern.

    Mac Performance Monitor Dashboard im Dark Mode.
    Mac Performance Monitor Prozessmonitor.

    Beide Tools sind kostenlos und können vielleicht sogar zusammen genutzt werden. Jedenfalls sollte informationstechnisch kein Wunsch mehr offen bleiben.

  • Kontrollieren, was auf deinem Mac vorgeht — mit LuLu

    Neulich hatte ich euch FireWally vorgestellt, mit dem man auf dem Mac sehen kann, was sich netzwerktechnisch tut. FireWally sieht großartig aus, und man kann eine stehende Verbindung auch kappen. Was aber, wenn man diese Verbindung gar nicht erst aufbauen lassen will?

    Nun, wenn man alle Bells and Whistles will, dann greift man zu Little Snitch der österreichischen Firma Objective Development. Das sieht fantastisch aus, hat irre viele Features (die man vielleicht auch nicht braucht) und kostet ganz schön Geld. Immerhin investiert man nicht in ein Abo, dafür kostet eine Einzelplatz-Lizenz einmalig auch 59 Euro.

    Es geht aber auch anders. Mac-Wizard Patrick Wardle hat sich hingesetzt und eine tolle Alternative zu Little Snitch programmiert, die LuLu heißt. Unter neueren Betriebssystemen kann man die Software sogar ohne Neustart installieren. Man sollte nur die entsprechenden Zugrifssrechte vergeben, damit es funktioniert. Das ist auf der Website von LuLu sehr gut beschrieben. LuLu ist Open Source, und somit kostenlos nutzbar, auch wenn sich der Autor natürlich über eine Spende freut.

    Nach der Installation ist LuLu in der Menüzeile aktiv. Sollte ein Programm eine nicht genehmigte Verbindung nach außerhalb anfordern, wird man mit einem Fenster konfrontiert, das dem Folgendem ähnelt:

    LuLu Dialogfeld

    Hier kann man entscheiden, was nun passieren soll: Erlauben oder nicht. LuLu erlaubt auch, den Prozess via VirusTotal auf Bösartigkeit hin zu überprüfen. Das kann Little Snitch schon mal nicht.

    LuLu führt eine Regel-Liste, die man nachträglich verändern und erweitern kann.

    LuLu Regelliste

    Sehr schön gemacht und empfehlenswert für alle, die etwas mehr Wert auf Sicherheit auf ihrem Rechner legen, und wissen wollen, welche Connections wohin erfolgen.

    Wenn ich auf hohem Niveau meckern wollen würde, dann würde ich Patrick vielleicht empfehlen, eine andere Schrift für sein Programm zu nutzen, denn der genutzte Monospace-Font sieht schon ein wenig gewöhnungsbedürftig aus. Verleiht der Software aber vielleicht auch sein eigenwilliges technisches Flair. Wie gesagt, hohes Niveau.

    Schön ist, dass LuLu sich in aktiver Entwicklung befindet und immer wieder Updates spendiert bekommt, die es immer besser machen.

  • Firewally, die kostenlose Netzwerk-Analyse

    Firewally, die kostenlose Netzwerk-Analyse

    Du willst wissen, wie sich die Daten im Netzwerk auf deinem Mac die Daten hin- und herbewegen, willst aber nichts dafür ausgeben? Enter Firewally. Diese Software bringt genau das, sieht toll aus und ist (zumindest vorerst) kostenlos nutzbar.

    Screenshot des herausgeklappten Firewally-Menüs
    Das Hauptfenster von FireWally, wo sich alles abspielt.

    Firewally bekommst du gratis bei Nektony. Unter macOS Tahoe wird eine Netzwerk-Erweiterung dazwischengeschaltet, die über den gesamten Datenverkehr auf deinem Mac Buch führt. Du kannst die Vorgänge, die in den Applikationen stattfinden, filtern nach „Heute“, „letzte Stunde“ oder „Echtzeit“. Mit dem Button neben dem Namen der App kann der Datenfluss komplett unterbunden werden. Eine feine Sache!

    Wie gesagt, noch kostet die Software nichts, aber das kann sich natürlich noch ändern. In diesem Fall ist das Ding auch schnell wieder deinstalliert, wie das FAQ von Firewally zeigt.

    Update: Im neuesten Update von Firewally ist eine Firewall hinzugefügt worden, die ähnlich wie Little Snitch eine App erst dann mit dem Internet verbinden lässt, wenn man es erlaubt hat. Oder man stellt „Always on“ oder „Always off“ ein. Wohlgemerkt ist Firewally nach wie vor gratis zu haben. So ist diese Software vielleicht nicht so ausgefeilt, wie die kommerzielle Konkurrenz, dafür kostet sie eben nichts.

    Firewally hat in der aktuellsten Version nun einen „Little Snitch“-Modus.
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