Schlagwort: system

  • Programme und Fenster switchen mit BetterCmdTab

    In meinem Workflow am Mac nutze ich hunderte Male am Tag das Tastenkürzel Command-Tab, um schnell zwischen den Programmen hin- und her zu wechseln. So, wie Apple es gelöst hat, ist es ziemlich rudimentär. BetterCmdTab schickt sich an, die Tastenkombination durch eine eigene Lösung zu ersetzen und das alles besser und weitaus konfigurierbarer zu machen. Und das völlig kostenfrei.

    Die Galerie zeigt, wie unterschiedlich ein simples Command-Tab aussehen kann:

    Die vielen Einstellungen können jederzeit exportiert, und auf einer anderen Rechnerinstanz wieder importiert werden. Durchdacht und praktisch!

    Auch meine derzeite Lieblings-Software, das Multifunktions-Tool Vorssaint, kann den System-Programmswitcher durch eine eigene elegante Lösung ersetzen.

    Im Terminal lässt sich die Software via Homebrew ganz einfach installieren:

    brew install --cask bettercmdtab
  • macUSB: Startfähigen USB-Stick erstellen

    Vor einer Weile habe ich von Mist berichtet, einem kostenlosen Tool, um startfähige USB-Sticks zu erstellen. Das ist zwar auch über Terminal-Kommandos möglich, aber mit einer grafischen Oberfläche gestaltet sich das ganze doch einfacher. Nun hat Mist einen Konkurrenten erhalten, der sich macUSB nennt.

    Beide Apps sind nativ an macOS angepasst, machen problemlos ihren Job, und sehen dabei auch noch sehr gut aus. Was macUSB nun über Mist hinaushebt, ist, dass sich hier auch Windows und Linux-Installations-Images herunterlassen und auf einen USB-Stick flashen lassen. Wer weiß, vielleicht will man ja mal ein wenig herumtesten…?

    Nicht nur macOS, sondern auch Windows und Linux lassen sich auf USB flashen.

    macUSB kann einfach durch einen Terminalbefehl mit Homebrew installiert werden:

    brew install --cask macusb

    Ich habe die beiden Apps nicht gegeneinander getestet, aber es ist ja immer gut, Alternativen zu haben. Falls jemand von euch Erfahrungen damit gemacht hat, und sagen kann, welches besser funktioniert: Gerne einen Kommentar da lassen!

  • Kudu: Umfassende Systempflege auf mehreren Plattformen

    Weil ich neulich über PureMac berichtet habe, nehme ich auch die Veröffentlichung der Software Kudu zum Anlass, kurz darüber zu berichten. System-Maintenance-Apps schießen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Kudu ist auch Vertreter davon, stellt sich aber breiter auf als PureMac, und ist für diverse Plattformen verfügbar, beispielsweise Windows, aber auch Mac.

    Es gibt eine Basic-Variante, die kostenfrei ist und bleibt, und eine Pro-Variante, die im Monat 9 $ kostet, und natürlich „recommended“ ist, weil sie einige Dinge mehr kann, als die kostenlose Variante. Sie bietet unter anderem ein dauerhaftes Threat Monitoring an, und kann auftretende Fehler auch beheben.

    Es gibt auch eine Rubrik in der App, die „System Hardening“ anbietet, und auch nach Malware kann gescannt werden, wobei diverse Engines abgefragt werden, vermutlich über VirusTotal.

    Kudu System Hardening.

    Mir ist aufgefallen, dass sich Kudu — im Gegensatz zu PureMac – nicht wie eine native Mac-App anfühlt. Bei einer App, die tief ins System eingreift, ist das für mich eher ein K.O.-Kriterium. Sicherlich aber nicht für jeden. Testet die App mal, und lasst mir einen Kommentar da, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

  • Die Menüleiste in macOS anpassen

    Je mehr man Apps man unter macOS installiert, die sich noch einen Platz in der Menüleiste nehmen, desto knapper wird der Platz dort. Bestimmte Einträge dort braucht man immer, manche weniger oder gar nicht. Hier kommen zwei Apps ins Spiel, die sich des Problems annehmen und ein Umsortieren oder Ausblenden der Menüeinträge zulassen.

    Tuck

    Tuck bietet eine kostenlose Version. Wer mehr möchte, zahlt für die Pro-Version einmalig $ 14,99 für die Lifetime-Version. Ein vernünftiger Preis, möchte ich meinen. Folgendes Video zeigt, wie das Arrangieren von Icons funktioniert:

    Tuck in Aktion: Icons werden in der Menüleiste verschoben.
    So wird aus einer übervollen Menüleiste (oben) eine sehr übersichtliche (unten), ohne Programme deinstallieren zu müssen.

    Regeln zum Ein- und Ausblenden von Icons sind definierbar, eingeblendet werden kann per Klick oder Hover.

    Thaw

    Thaw ist ein Fork der Software Ice, die offenbar nicht mehr weiterentwickelt wird. Thaw ist grundsätzlich kostenlos und bietet dieselben Funktionen, die man mit Tuck bekommt. Diverse Design-Optionen sind auch noch einstellbar.

    Das Hauptinterface von Thaw im Dark Mode.
    Versteckte Elemente zeigen sich unter der eigentlichen Menüleiste.

    Thaw kann auch simpel via Homebrew installiert werden:

    brew install thaw
  • Performance-Monitor in zwei Varianten

    Falls du ein genaueres Auge darauf werfen möchtest, was dein Mac gerade so treibt, kann ich dir zwei neue Applikationen vorstellen, die dir genau das ermöglichen. Beide Tools gehen ein bisschen in die Richtung, was die Tools Burrow und Mojo Pulse auch ermöglichen: Das kompakte Anzeigen von interessanten Systemwerten. Und vielleicht noch einen Schritt weiter.

    MacTools

    Der Name MacTools klingt sehr allgemein. Es klinkt sich in die Menüleiste ein, und zeigt dort platzsparend diverse Eckdaten deines Rechners an. Dabei kann man sehr genau einstellen, was da im Menü eigentlich gezeigt werden soll.

    Das MacTools Menü.

    MacTools lässt sich leicht im Terminal via Homebrew installieren:

    brew install --cask mactools

    Mac Performance Monitor

    Ein etwas sperriger Name für eine App, aber er sagt ziemlich genau, was der Benutzer der App erwarten kann. Die Stärke dieser App liegt nicht darin, wie bei MacTools alle Informationen in der Menüleiste zu versammeln, sondern eher darin, mit detaillierten Infos die macOS Aktivitätsanzeige zu ersetzen oder zu erweitern.

    Mac Performance Monitor Dashboard im Dark Mode.
    Mac Performance Monitor Prozessmonitor.

    Beide Tools sind kostenlos und können vielleicht sogar zusammen genutzt werden. Jedenfalls sollte informationstechnisch kein Wunsch mehr offen bleiben.

  • CaffeineTimer: Den Mac wach halten

    Manchmal gibt es Gelegenheiten, da will man partout nicht, dass der Mac in den Ruhezustand geht. Beispielsweise konvertiert man gerade ein Video, was ja ein etwas länger dauernder Prozess sein kann, und will nicht das Risiko eingehen, dass der Mac einschläft und der Prozess somit abgebrochen wird, und vielleicht komplett neu gestartet werden muss.

    Mittlerweile gibt es einige Softwarelösungen, die dafür sorgen, kommerziell und nicht-kommerziell. CaffeineTimer kostet nichts und kann gefahrlos ausprobiert werden. Hier kann bequemerweise auch ein Zeitlimit eingestellt werden, beispielsweise bleib zwei Stunden wach und gehe dann wieder in den Ruhezustand. Man will ja nicht, dass die Batterie des MacBooks komplett leer wird.

    Die Software macht es sich in der Menüzeile bequem, getreu dem Motto „Everything you need, nothing you don’t“ und ist von dort aus zu steuern.

    Einfach zu bedienen, und erfüllt seinen Zweck. Wie so oft, ist die Installation auch wieder via Homebrew problemlos zu erledigen:

    brew trust --cask marcvig/tap/caffeine-timer
    brew install --cask marcvig/tap/caffeine-timer

    Update: Mit Vorssaint lässt sich das natürlich auch bewerkstelligen. Hier kann man sogar festlegen, dass das MacBook wach bleibt, wenn der Deckel geschlossen ist:

    Dieser Button in Vorssaint hält den Mac wach, komme, was da wolle.
  • Der genaue Blick auf den Mac: Mojo Pulse

    Wen die internen Werte seines Macs interessieren, bekommt mit Mojo Pulse ein optisch sehr schönes Gratis-Werkzeug an die Hand, mit dem er seinen Mac aus der Menüleiste heraus beobachten kann.

    Das ausgeklappte Menü von Mojo Pulse in Aktion.

    Dabei zeigt Mojo Pulse nicht nur die interessanten internen Werte des Macs an, sondern achtet auch auf eventuelle Aussetzer oder Alarmzeichen, und zeigt sie bei Bedarf an, damit man reagieren kann. Der eingebaute Speed Test zeigt an, woran das langsame Internet hängt. Es kann sogar, wie bei Little Snitch, eine World-Map angezeigt werden, zu welchen Endpunkten der Mac connected.

    Wohin verbindet sich der Mac? Finde es raus!

    Und wie sich der Speicher auf der Festplatte verteilt, kann man ebenfalls herausfinden:

    Wo ist der ganze Speicher hin verschwunden? Finde es raus!

    Ein rundes Gesamtpaket für lau. Wirklich sehr schön gemacht!

    Mojo Pulse kann auch wieder ganz einfach mit Homebrew installiert werden durch den simplen Befehl:

    brew install --cask nativemojo/tap/mojo-pulse

    Update: Meinen Test von Mojo Pulse musste ich vorerst abbrechen, da die App leider dauernd aus der Menüleiste heraus abgestürzt ist. Schade eigentlich.

  • Burrow: Die Open-Source-Variante von Mole.fit

    Neulich habe ich vom Terminal-Tool Mole und dessen GUI-Variante Mole.fit berichtet, die ja bekanntlich kostenpflichtig ist. Aber wie das heute nun mal so ist, braucht man nur etwas zu warten, und schon taucht eine Software auf, die dasselbe (und mehr) auf Open-Source-Basis erledigt. Enter Burrow. Diese Software ist zwar noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, hat aber bereits jetzt das Zeug, Mole.fit das Wasser abzugraben, und setzt funktional noch ein paar Schippen oben drauf. Die Planeten-Analogie wird aber verständlicherweise weggelassen.

    Hier ein paar Screenshots, wie Burrow aussieht:

    Das Hauptfenster von Burrow. Die wichtigsten Werte des Rechners übersichtlich aufgelistet.
    Der Burrow Maintenance-Bereich.
    Das ausgeklappte Burrow-Systemmenü. Stets alles auf einen Blick.

    Die Entwicklung von Burrow werde ich auf alle Fälle weiterverfolgen. Aber was ich jetzt hier sehe, ist schon sehr überzeugend. Wenn ich mir was wünschen dürfte: Eine deutsche Übersetzung, und größere Fonts, die in der grafischen Benutzeroberfläche verwendet werden. Die sind für Brillenträger oft nur schwer erkennbar.

    Und warum die Software „Burrow“ (englisch für „Graben“) heißt, fragt mich nicht… Macht aber auch nichts.

    Wer nun neugierig geworden ist: Einfach testen! Die Installation erfolgt gewohnt easy mit Homebrew:

    brew install --cask caezium/tap/burrow
  • Radix: Was belegt meine Festplatte?

    Die Software Radix scannt in sekundenschnelle ausgewählte Bereiche der Festplatte durch und zeigt in einem anschaulichen Sunburst-Diagramm, welche Dateien wieviel Platz auf der Festplatte belegen. Der größte Brocken wird zuoberst in der Liste gezeigt, und kann auch von dort bequem und schnell angesehen oder auch gelöscht werden.

    Das Radix Hauptfenster mit ausgeführtem Scan.
    Das Radix Hauptfenster mit ausgeführtem Scan.

    Andere Hersteller, z.B. Daisy Disk, lassen sich das bezahlen, Radix jedoch ist Open Source und kostet nichts. Die Software steht dem genannten Platzhirschen eigentlich in nichts nach.

    Mit dem Homebrew Kommando

    brew install --cask radix

    ist Radix schnell installiert und einsatzbereit.

  • Startfähigen USB-Stick für den Mac erstellen mit Mist

    Manchmal gibt es ein gewisses Gefühl der Sicherheit, wenn man weiß, in der Schublade liegt noch ein startfähiger USB-Stick mit einem aktuellen Betriebssystem, den man nutzen kann, um den Rechner zu booten und neu zu installieren, sollte eine Katastrophe passieren und der Rechner startet nicht mehr. In der Regel passiert sowas nicht, aber man kann ja nie wissen…

    Wie stellt man das nun am einfachsten an?

    Zuallererst: Ein aktuelles Time Machine-Backup auf einer externen Festplatte oder SSD sollte man stets in der Hinterhand haben! Kein Wenn und Aber. Den startfähigen USB-Stick benötigt man dann zusätzlich, um von dort aus das System neu zu installieren. Das Mac Recovery kann das auch aus dem Internet laden, aber mit dem USB-Stick geht es um einiges schneller vonstatten.

    Hier nun die Software Mist ins Spiel. Und das Gute ist: der Name ist nicht Programm.

    Mist muss zuerst eine Liste an aktuellen Installationsmedien vom Apple-Server aktualisieren.

    Nach dem ersten Start der Software muss Mist zuerst eine Liste an aktuellen Installationsmedien vom Apple-Server aktualisieren.

    Mist lädt alle nötigen Bestandteile und setzt sie zusammen.

    Die einzelnen Bestandteile werden geladen, und dann von Mist zu einem Installationsprogramm, das um die 15 GB im Programmeordner belegt, zusammengesetzt.

    Mist arbeitet daran, den USB-Stick vorzubereiten.

    Wenn das passiert ist, kümmert sich Mist darum, den USB-Stick mit den Daten entsprechend vorzubereiten. Dafür ist es natürlich erforderlich, einen USB-Stick zur Hand zu haben, der im Prozess gelöscht werden darf (auch das übernimmt Mist), und der groß genug sein sollte, um die Daten zu halten. Ich rate hier mal lieber zu mindestens 32 GB, damit alles klappt.

    Dann heißt es nur noch warten, bis der fertige startfähige USB-Stick auf dem Desktop zu sehen ist.

    Wie startet man nun seinen Rechner vom eben erstellten USB-Stick? Das hängt vom Rechner ab:

    Macs mit Apple-Chip:

    1. Fahre den Mac herunter oder schalte ihn aus.
    2. Verbinde das startfähige Installationsprogramm direkt mit dem Mac.
    3. Halte den Ein-/Ausschalter des Mac gedrückt. Wenn du ihn weiter gedrückt hältst, startet dein Mac und lädt Startoptionen, die deine startfähigen Volumes einschließlich des startfähigen Installationsprogramms anzeigen.
    4. Wähle das startfähige Installationsprogramm aus, und klicke auf „Fortfahren“.
    5. Befolge beim Öffnen des macOS-Installationsprogramms die Anweisungen auf dem Bildschirm.

    Jeder andere Mac:

    1. Fahre den Mac herunter oder schalte ihn aus.
    2. Verbinde das startfähige Installationsprogramm direkt mit dem Mac.
    3. Schalte deinen Mac ein und drücke dann sofort die Optionstaste (Alt) und halte sie gedrückt.
    4. Lass die Optionstaste los, wenn ein Bildschirm mit den startfähigen Volumes zu sehen ist, inklusive des startfähigen Installationsprogramms.
    5. Wähle das startfähige Installationsprogramm aus, und klicke auf den Pfeil auf dem Bildschirm, oder drücke den Zeilenschalter.

    Apple gibt in einem offiziellen Support-Dokument auch Tipps, wie man den Stick ohne Mist erstellen kann, aber der Weg führt immer über das Terminal und ist bei weitem nicht so bequem.

    Mist kann vorzugsweise auch mit Homebrew installiert und aktuell gehalten werden:

    brew install --cask mist
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