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  • Burrow: Die Open-Source-Variante von Mole.fit

    Neulich habe ich vom Terminal-Tool Mole und dessen GUI-Variante Mole.fit berichtet, die ja bekanntlich kostenpflichtig ist. Aber wie das heute nun mal so ist, braucht man nur etwas zu warten, und schon taucht eine Software auf, die dasselbe (und mehr) auf Open-Source-Basis erledigt. Enter Burrow. Diese Software ist zwar noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, hat aber bereits jetzt das Zeug, Mole.fit das Wasser abzugraben, und setzt funktional noch ein paar Schippen oben drauf. Die Planeten-Analogie wird aber verständlicherweise weggelassen.

    Hier ein paar Screenshots, wie Burrow aussieht:

    Das Hauptfenster von Burrow. Die wichtigsten Werte des Rechners übersichtlich aufgelistet.
    Der Burrow Maintenance-Bereich.
    Das ausgeklappte Burrow-Systemmenü. Stets alles auf einen Blick.

    Die Entwicklung von Burrow werde ich auf alle Fälle weiterverfolgen. Aber was ich jetzt hier sehe, ist schon sehr überzeugend. Wenn ich mir was wünschen dürfte: Eine deutsche Übersetzung, und größere Fonts, die in der grafischen Benutzeroberfläche verwendet werden. Die sind für Brillenträger oft nur schwer erkennbar.

    Und warum die Software „Burrow“ (englisch für „Graben“) heißt, fragt mich nicht… Macht aber auch nichts.

    Wer nun neugierig geworden ist: Einfach testen! Die Installation erfolgt gewohnt easy mit Homebrew:

    brew install --cask caezium/tap/burrow
  • Radix: Was belegt meine Festplatte?

    Die Software Radix scannt in sekundenschnelle ausgewählte Bereiche der Festplatte durch und zeigt in einem anschaulichen Sunburst-Diagramm, welche Dateien wieviel Platz auf der Festplatte belegen. Der größte Brocken wird zuoberst in der Liste gezeigt, und kann auch von dort bequem und schnell angesehen oder auch gelöscht werden.

    Das Radix Hauptfenster mit ausgeführtem Scan.
    Das Radix Hauptfenster mit ausgeführtem Scan.

    Andere Hersteller, z.B. Daisy Disk, lassen sich das bezahlen, Radix jedoch ist Open Source und kostet nichts. Die Software steht dem genannten Platzhirschen eigentlich in nichts nach.

    Mit dem Homebrew Kommando

    brew install --cask radix

    ist Radix schnell installiert und einsatzbereit.

  • Startfähigen USB-Stick für den Mac erstellen mit Mist

    Manchmal gibt es ein gewisses Gefühl der Sicherheit, wenn man weiß, in der Schublade liegt noch ein startfähiger USB-Stick mit einem aktuellen Betriebssystem, den man nutzen kann, um den Rechner zu booten und neu zu installieren, sollte eine Katastrophe passieren und der Rechner startet nicht mehr. In der Regel passiert sowas nicht, aber man kann ja nie wissen…

    Wie stellt man das nun am einfachsten an?

    Zuallererst: Ein aktuelles Time Machine-Backup auf einer externen Festplatte oder SSD sollte man stets in der Hinterhand haben! Kein Wenn und Aber. Den startfähigen USB-Stick benötigt man dann zusätzlich, um von dort aus das System neu zu installieren. Das Mac Recovery kann das auch aus dem Internet laden, aber mit dem USB-Stick geht es um einiges schneller vonstatten.

    Hier nun die Software Mist ins Spiel. Und das Gute ist: der Name ist nicht Programm.

    Mist muss zuerst eine Liste an aktuellen Installationsmedien vom Apple-Server aktualisieren.

    Nach dem ersten Start der Software muss Mist zuerst eine Liste an aktuellen Installationsmedien vom Apple-Server aktualisieren.

    Mist lädt alle nötigen Bestandteile und setzt sie zusammen.

    Die einzelnen Bestandteile werden geladen, und dann von Mist zu einem Installationsprogramm, das um die 15 GB im Programmeordner belegt, zusammengesetzt.

    Mist arbeitet daran, den USB-Stick vorzubereiten.

    Wenn das passiert ist, kümmert sich Mist darum, den USB-Stick mit den Daten entsprechend vorzubereiten. Dafür ist es natürlich erforderlich, einen USB-Stick zur Hand zu haben, der im Prozess gelöscht werden darf (auch das übernimmt Mist), und der groß genug sein sollte, um die Daten zu halten. Ich rate hier mal lieber zu mindestens 32 GB, damit alles klappt.

    Dann heißt es nur noch warten, bis der fertige startfähige USB-Stick auf dem Desktop zu sehen ist.

    Wie startet man nun seinen Rechner vom eben erstellten USB-Stick? Das hängt vom Rechner ab:

    Macs mit Apple-Chip:

    1. Fahre den Mac herunter oder schalte ihn aus.
    2. Verbinde das startfähige Installationsprogramm direkt mit dem Mac.
    3. Halte den Ein-/Ausschalter des Mac gedrückt. Wenn du ihn weiter gedrückt hältst, startet dein Mac und lädt Startoptionen, die deine startfähigen Volumes einschließlich des startfähigen Installationsprogramms anzeigen.
    4. Wähle das startfähige Installationsprogramm aus, und klicke auf „Fortfahren“.
    5. Befolge beim Öffnen des macOS-Installationsprogramms die Anweisungen auf dem Bildschirm.

    Jeder andere Mac:

    1. Fahre den Mac herunter oder schalte ihn aus.
    2. Verbinde das startfähige Installationsprogramm direkt mit dem Mac.
    3. Schalte deinen Mac ein und drücke dann sofort die Optionstaste (Alt) und halte sie gedrückt.
    4. Lass die Optionstaste los, wenn ein Bildschirm mit den startfähigen Volumes zu sehen ist, inklusive des startfähigen Installationsprogramms.
    5. Wähle das startfähige Installationsprogramm aus, und klicke auf den Pfeil auf dem Bildschirm, oder drücke den Zeilenschalter.

    Apple gibt in einem offiziellen Support-Dokument auch Tipps, wie man den Stick ohne Mist erstellen kann, aber der Weg führt immer über das Terminal und ist bei weitem nicht so bequem.

    Mist kann vorzugsweise auch mit Homebrew installiert und aktuell gehalten werden:

    brew install --cask mist
  • PureMac: Mac cleanen zum Nulltarif

    Ich habe von der CleanMyMac-Alternative Mole berichtet, die im Terminal läuft. Nun gibt es auch eine interessante Alternative namens PureMac, bei der sich der Entwickler die Arbeit gemacht hat, eine in Swift geschriebene Applikation für den Mac zu programmieren, die viele Funktionen hat und toll aussieht. Zum Preis von — nun — nichts.

    Das Hauptfenster von PureMac

    Nachdem man PureMac die notwendigen Rechte erteilt hat (nämlich Festplattenvollzugriff), kann man im Hauptfenster mit einem Smart Scan starten, oder sich in der Seitenleite die Cleanup-Features heraussuchen, die man laufen lassen möchte.

    Bevor man hier mit wahllosem Löschen beginnt, ist es vielleicht ratsam, ein Time Machine Backup zu erstellen. Better safe than sorry…

    Insgesamt kann hier eine Menge an Speicher auf der Festplatte zurückgewonnen werden.

    PureMac kann übrigens auch mit Homebrew installiert werden. Das Kommando dazu lautet:

    brew install --cask puremac

    Ich werde die Entwicklung dieser spannenden App definitiv im Auge behalten.

  • Mole: Systempflege im Terminal — für lau

    Wer seinen Mac mal so richtig „durchputzen“ möchte, greift normalerweise zur Software CleanMyMac. Diese verrichtet ihren Job sicher zur Zufriedenheit und sieht noch dazu verdammt gut aus, sehr modern und verspielt.

    Der Preis dafür ist allerdings gesalzen: Das monatliche Abo beginnt bei € 3,33 im Monat, der Einmalkauf (One Time) kostet gar knapp € 120. Wer sich nun fragt, ob das nicht auch anders geht, dem kann geholfen werden.

    Für eine Software, die nur im Terminal läuft, sieht Mole wirklich gut aus. Und tut seinen Job mindestens genauso gut. Allerdings muss man auf den Virenschutz verzichten („MoonLock“). Aber wer braucht das am Mac?

    Installieren lässt sich Mole mit Homebew mit einer einzigen Befehlszeile, und steht danach für den Einsatz bereit.

    Der Befehl lautet:

    brew install mole

    Danach tippt man im Terminal einfach den Befehl mole (oder auch kurz mo) und bekommt diesen Text präsentiert:

    Mole läuft im Terminal

    Der erste Punkt („Clean“) kann euch Gigabytes von unnötigem Ballast auf eurer Festplatte frei machen. Punkt zwei („Uninstall“) erledigt die Deinstallation von Programmen (ähnlich wie es Pear Cleaner macht). Punkt drei („Optimize“) optimiert diverse Dinge am System und stellt sicher, dass alles rund läuft. Punkt vier („Analyze“) zeigt euch die größten Dateien auf eurer Festplatte an, und lässt euch diese auch gleich entfernen, so ihr denn wollt. Und der letzte Punkt fünf („Status“) zeigt euch, was gerade im System so los ist und liefert interessante Informationen.

    Die Frage ist nun: Ist das auch sicher, oder zerstöre ich dadurch mein System? Ich muss sagen, ich habe diverse Durchläufe von Mole auf verschiedensten Rechnern gemacht und kann vermelden, dass bisher keinerlei Probleme aufgetreten sind. Im Gegenteil: Danach lief es immer runder als zuvor.

    Und wer immer wieder mal mit dem Befehl

    mole update

    checkt, wird merken, dass Mole aktiv weiterentwickelt und verbessert wird.

    Mole raubt teurer Software wie CleanMyMac die ein wenig die Lebensgrundlage. Natürlich sieht CleanMyMac besser aus, und hat auch Features, die Mole nicht hat, wie Virenschutz. Ansonsten macht Mole aber trotz (oder gerade weil?) Terminal-only eine fantastische Figur.

    Mittlerweile gibt es auch für Mole eine grafische Benutzeroberfläche. Für den Entwickleraufwand muss natürlich bezahlt werden. Das hält sicher allerdings in Grenzen. Eine Einmalzahlung von $ 9 ist nicht viel. Und man kann davor sogar gratis testen.

    Die Benützeroberfläche ist mit seiner Planeten-Analogie übrigens recht witzig gelöst. Wer will, schaut da mal rein.

    Mole mit Benutzeroberfläche und Planeten-Analogie
  • DockAnchor: Klebstoff für das Dock

    DockAnchor: Klebstoff für das Dock

    Hast du wie ich auch ein Multi-Monitor-Setup vor dir stehen? Dann bist du sicher auch das ein oder andere Mal genervt davon, dass das Dock auf den zweiten Monitor springt, wenn du zufällig deinen Mauszeiger darauf stehen hast?

    DockAnchor Icon
    Das Icon von DockAnchor.

    Hier könnte dir vielleicht die Open-Source-Software DockAnchor helfen, die du hier herunterladen kannst. Wenn du technisch etwas versierter bist, und Homebrew nutzt, kannst du es auch mit den folgenden beiden Terminal-Kommandos installieren:

    brew tap bwya77/tap
    
    brew install --cask dockanchor

    DockAnchor hat in der relativ neuen Version 2.0 folgende Features:

    • Dock fixieren: Verhindert systemseitig, dass das Dock auf andere Monitore wechselt.
    • Profile: Verschiedene Monitor‑Profile anlegen und automatisch wechseln lassen.
    • Virtuelle Monitoransicht: Zeigt angeschlossene Displays visuell und in Echtzeit.
    • Automatisches Verschieben: Kann das Dock beim Start direkt auf den gewünschten Monitor setzen.
    • Start bei Login & Hintergrundbetrieb: Läuft unauffällig im Hintergrund.
    • Menüleisten‑Icon: Schneller Zugriff auf Status und Einstellungen.
    • Fallback‑Logik: Wenn der gewählte Monitor entfernt wird, fällt das Dock automatisch auf den Primärmonitor zurück.

    Das Programm, das sich nach Installation in der Menüzeile einnistet, benötigt Zugriff auf die Bedienungshilfen, sonst funktioniert es nicht. Und natürlich benötigt es mehrere Monitore. Anderfalls würde es keinen Sinn machen. 😉

    Ich bin gerade aktiv am testen, kann aber bereits sagen, dass es sich vielversprechend ausnimmt.

  • FineTune: Volle Kontrolle über die Audio-Ausgabe

    FineTune: Volle Kontrolle über die Audio-Ausgabe

    Icon von FineTune
    Das Icon von FineTune

    Mit dieser Applikation, die sich in der Menüleiste des Macs einnistet, hat man die Möglichkeit, jedem Programm einzeln zuzuweisen, wie es sein Audio ausgibt. Das heißt: Spotify gibt sein Audio über die verknüpften Bluetooth-Lautsprecher aus, während Apple Music über die internen Mac-Lautsprecher tönt. Das ist ein Feature, das sich mit Bordmitteln unter macOS nicht lösen lässt.

    Umso netter, dass es nun mit dieser kostenlosen Open Source-Lösung einfach machen lässt.

    Screenshot von FineTune

    Entwickler Ronit Singh hat die Software mithilfe von KI entwickelt, und stellt sie auf seiner Projektseite auf GitHub unentgeltlich allen zur Verfügung, die sich an diesem Mangel von macOS ebenso stören, wie er selbst.

    Wie es funktioniert? FineTune nutzt macOS Core Audio-Prozessfunktionen, um Audiostreams abzufangen und zu modifizieren, bevor sie ihre Ausgabegeräte erreichen. Dies ermöglicht eine präzise Steuerung, ohne die Quellanwendungen zu beeinträchtigen.

    Die Funktionen im Einzelnen:

    • Lautstärkeregler pro App mit Stummschaltung
    • Lautstärkeregler pro Gerät mit Stummschaltung
    • Apps an verschiedene Ausgabegeräte weiterleiten
    • 10-Band-Equalizer mit 20 Voreinstellungen in 5 Kategorien
    • Echtzeit-VU-Meter
    • Volumensteigerung bis zu 200%
    • Schneller Gerätewechsel
    • Klicken Sie auf das App-Symbol, um die App in den Vordergrund zu bringen
    • Die Einstellungen bleiben bei Neustarts bestehen

    Und die Systemvoraussetzungen?

    • macOS 14.0 (Sonoma) oder später
    • Berechtigung zur Audioaufnahme (wird beim ersten Start der App abgefragt)
  • Bloom, eine Finder-Alternative

    Bloom, eine Finder-Alternative

    Der Finder auf dem Mac. Wie der Windows-Explorer das integrale Bestandteil des Betriebssystems, um mit Dateien umzugehen. Mit jeder neuen macOS-Version wird am Finder geschraubt, und ich meine behaupten zu können: Apple hat es schon ziemlich optimal gelöst, was die Bedienung umgeht und was man damit tun kann.

    Icon von Bloom
    Das Icon von Bloom.

    Aber es kann immer noch alles verbessert werden. Die Software Bloom hat sich den Finder vorgenommen und will ihn durch diverse ausgeklügelte Funktionen verbessern. Noch ist die Software in aktiver Entwicklung, aber sie bedient sich bereits sehr flüssig und bringt im täglichen Umgang mit dem Mac durchaus kleine aber feine Vorteile.

    Beispielsweise kann jedes Fenster so eingestellt werden, dass sich die Spaltenbreite an den Dateinamen anpasst. Genial! Warum nicht gleich so beim Finder? Im Film wird’s gezeigt:

    Jedes Fenster lässt sich zudem in Bereiche aufteilen. Tabs sind (wie beim Finder) natürlich auch möglich.

    Bloom: Zweispaltige Darstellung eines Fensters

    Das sind nur zwei der vielen Features, die Bloom bietet. Auf der Website gibt’s alle weiteren Features zu sehen. Bloom kann man hier herunterladen und einfach mal testen. Es kann sogar per Homebrew installiert werden. Dazu reicht (nach Installation von Homebrew) im Terminal der simple Befehl

    brew --install cask Bloom

    Und fertig.

    Das einzige, was mich stört, ist, dass sich die Benutzeroberfläche noch nicht wirklich ins neue Erscheinungsbild von macOS 26 Tahoe integrieren will. Aber das kann in einer der nächsten Versionen sicherlich noch nachgeholt werden. Und diese Versionen erscheinen im Moment recht oft.

  • Alter Mac, neues System mit OpenCore Legacy Patcher

    Alter Mac, neues System mit OpenCore Legacy Patcher

    Viele Mac-Benutzer sind in der Situation, dass sie gerne das aktuellste Betriebssystem von Apple, macOS Ventura, auf ihrem Rechner installieren möchten, es aber nicht können. Apple ist hier sehr restriktiv mit seinen Systemvoraussetzungen und hat Besitzer älterer Macs abgeschnitten. Dort bietet das Software-Update das neueste System gar nicht mehr an. Was also tun?

    Nun kann man Geld in die Hand nehmen und (endlich) einen neuen Mac kaufen, der die Voraussetzungen wieder erfüllt. Oder man trickst Apple aus und gaukelt vor, es würde ein neuerer unterstützer Rechner vorliegen.

    Icon des OpenCore Legacy Patcher
    Das Icon des OpenCore Legacy Patcher

    Diese Übung gelingt mit der frei erhältlichen Software OpenCore Legacy Patcher auch normalen Benutzern relativ leicht. Die aktuelle Version davon lässt sich hier downloaden. Was man außerdem für den Anfang benötigt, ist ein leerer USB-Stick mit einer Größe von mindestens 16 GB. Und schon ist man „good to go“.

    Die weiteren Schritte und eine detailliertere Anleitung, wie es weitergeht, ist bei mir noch in der Mache. Und im Moment auch noch zurückgestellt, denn der OCLP unterstützt das neueste Apple-System, macOS Tahoe, nicht. Offenbar ist auch nicht klar, ob das überhaupt noch kommen wird, denn Apple zieht die Schrauben immer weiter an. Stay tuned!

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