Schlagwort: terminal

  • Mole: Systempflege im Terminal — für lau

    Wer seinen Mac mal so richtig „durchputzen“ möchte, greift normalerweise zur Software CleanMyMac. Diese verrichtet ihren Job sicher zur Zufriedenheit und sieht noch dazu verdammt gut aus, sehr modern und verspielt.

    Der Preis dafür ist allerdings gesalzen: Das monatliche Abo beginnt bei € 3,33 im Monat, der Einmalkauf (One Time) kostet gar knapp € 120. Wer sich nun fragt, ob das nicht auch anders geht, dem kann geholfen werden.

    Für eine Software, die nur im Terminal läuft, sieht Mole wirklich gut aus. Und tut seinen Job mindestens genauso gut. Allerdings muss man auf den Virenschutz verzichten („MoonLock“). Aber wer braucht das am Mac?

    Installieren lässt sich Mole mit Homebew mit einer einzigen Befehlszeile, und steht danach für den Einsatz bereit.

    Der Befehl lautet:

    brew install mole

    Danach tippt man im Terminal einfach den Befehl mole (oder auch kurz mo) und bekommt diesen Text präsentiert:

    Mole läuft im Terminal

    Der erste Punkt („Clean“) kann euch Gigabytes von unnötigem Ballast auf eurer Festplatte frei machen. Punkt zwei („Uninstall“) erledigt die Deinstallation von Programmen (ähnlich wie es Pear Cleaner macht). Punkt drei („Optimize“) optimiert diverse Dinge am System und stellt sicher, dass alles rund läuft. Punkt vier („Analyze“) zeigt euch die größten Dateien auf eurer Festplatte an, und lässt euch diese auch gleich entfernen, so ihr denn wollt. Und der letzte Punkt fünf („Status“) zeigt euch, was gerade im System so los ist und liefert interessante Informationen.

    Die Frage ist nun: Ist das auch sicher, oder zerstöre ich dadurch mein System? Ich muss sagen, ich habe diverse Durchläufe von Mole auf verschiedensten Rechnern gemacht und kann vermelden, dass bisher keinerlei Probleme aufgetreten sind. Im Gegenteil: Danach lief es immer runder als zuvor.

    Und wer immer wieder mal mit dem Befehl

    mole update

    checkt, wird merken, dass Mole aktiv weiterentwickelt und verbessert wird.

    Mole raubt teurer Software wie CleanMyMac die ein wenig die Lebensgrundlage. Natürlich sieht CleanMyMac besser aus, und hat auch Features, die Mole nicht hat, wie Virenschutz. Ansonsten macht Mole aber trotz (oder gerade weil?) Terminal-only eine fantastische Figur.

    Mittlerweile gibt es auch für Mole eine grafische Benutzeroberfläche. Für den Entwickleraufwand muss natürlich bezahlt werden. Das hält sicher allerdings in Grenzen. Eine Einmalzahlung von $ 9 ist nicht viel. Und man kann davor sogar gratis testen.

    Die Benützeroberfläche ist mit seiner Planeten-Analogie übrigens recht witzig gelöst. Wer will, schaut da mal rein.

    Mole mit Benutzeroberfläche und Planeten-Analogie
  • Installieren und Updaten im Terminal mit Homebrew

    Heute geht’s ums Updaten installierter Apps. Ich musste nach einer Alternative suchen, um meine Apps zu installieren und aktuell zu halten, nachdem mein geliebtes MacUpdater die Segel gestrichen hatte.

    Homebrew Icon
    Das Icon von Homebrew

    Als Alternative tat sich hier Homebrew auf. Und wer keine Angst vor dem macOS Terminal hat, wird hier glücklich. Homebrew selbst wird auch mit einem Terminalbefehl installiert, und nach der Installation folgerichtig mit dem einfachen Befehl

    brew

    aufgerufen.

    Wer sich beispielsweise Firefox installieren möchte, tippt

    brew install --cask firefox

    und bekommt automatisch die neueste Version von Firefox in den Programmeordner installiert.

    Der Befehl

    brew upgrade

    hält alle installierten Programme aktuell.

    Und

    brew update

    überprüft, ob es für Homebrew selbst ein Update gibt.

    Alles sehr praktisch. Natürlich für Leute, denen Befehle-Tippen im Terminal nicht suspekt erscheint.

    Wer es gerne grafisch mag und aus einer schönen Liste Apps zum installieren aussuchen möchte, kann zu Applite greifen, das Homebrew eine grafische Oberfläche verpasst. Oder man installiert Applite gleich über Homebrew, indem man

    brew install --cask applite

    eintippt, und sich gemütlich zurücklehnt.

    Und wer noch weiter gehen möchte, und seinem Mac danach eine Komplett-Reinigungskur zukommen lassen möchte, installiert sich die Software Mole, die auch im Terminal funktioniert. Wie das geht und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe, steht in diesem Artikel.

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